Surflehrer-Lizenz
Grundlage der zweistufigen Ausbildung sind die VDS-Anerkennungsvorschriften für Surflehrer. Das Seminar dauert zwei Wochen. Nach einer Woche kann - sofern die Voraussetzungen vorliegen - die Surflehrerprüfung abgelegt werden.
Zulassungsvorraussetzungen:
Alter: 18 Jahre, Surf-Grundschein, SBF-Binnen, Rettungschwimmpass "Bronze", zusätzlich bei Stufe 2: SBF-See.
Befugnisse:
Surflehrer-Lizenz Stufe 1:
Der Inhaber der Surflehrer-Lizenz Stufe 1 kann in einer anerkannten Wassersportschule eingesetzt werden. Er übernimmt die Ausbildung von Schülern im Bereich des Windsurfing-Grundscheines. Er kann von der Schulleitung beauftragt werden Prüfungen zum Grundschein abzunehmen.
Surflehrer-Lizenz Stufe 2:
Der Surflehrer-Lizenz Stufe 2- Inhaber ist berechtigt, selbstständig eine Surfschule zu führen (Schulleiter-Lizenz).
Die aktuellen Lehrgangstermine finden Sie unter VDS - Aktuell.
Ausbildung zum VDS/DSV-Windsurfinglehrer
Theoretische und praktische Schulung nach den Ausbildungsplänen für Surflehrer mit Abschlussprüfung in Theorie und Praxis
Der Weg zum lizenzierten Windsurfinglehrer
Die Ausbildung zum lizenzierten Surflehrer gliedert sich in zwei jeweils einwöchige Seminare (Stufen 1 und 2). Sofern die Prüfung zur Lizenzstufe 1 bestanden wurde, kann die Ausbildung zum Erwerb der Lizenzstufe 2 direkt im Anschluss erfolgen.
Ausbildungsschwerpunkt beider Seminarwochen ist die Vermittlung der Lehrkompetenz einschließlich der Fachmethodik.
Lizenzstufe 1
Teilnahmevoraussetzungen:
- Sicheres Beherrschen eines Allroundsurfboards mit Schwert bei 3-5 Bft
- SBF-Binnen oder SBF-See (SBF-Binnen Teil Segelsurfen nur für DSV-Übungsleiter oder DOSB Trainer C Breitensport)
- DLRG-Rettungsschwimmpass Bronze
- Tabellarischer Lebenslauf (bezogen auf den Surfsport)
- Nachweis über Haftpflicht- und Krankenversicherung
- Windsurfing-Grundschein
- Mindestalter: 18 Jahre
Dauer: Eine Woche
Ausbildungsinhalte: Inhalte der Themenbereiche für den Windsurfing-
Grundschein.
Erteilung: Die Lizenz (Stufe 1) wird erteilt, sofern alle Teilnahmevoraussetzungen erfüllt und alle Prüfungsteile zumindest mit der Note Ausreichend bewertet wurden.
Berechtigung: Der/Die Inhaber/in ist berechtigt, Grundscheinunterricht an
einer anerkannten Surfschule zu erteilen
Lizenzstufe 2
Teilnahmevoraussetzungen:
- Erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung Lizenzstufe 1
- Sicheres Beherrschen eines Freerideboards bei ca. 5 Bft.
Dauer: Eine Woche
Ausbildungsinhalte: Vermittlungswege und Methoden im Fortgeschrittenenunterricht
Leitung und Organisation einer Wassersportstation (anerkannten Schule)
Erteilung: Die Lizenz (Stufe 2) wird erteilt, sofern alle Teilnahmevoraussetzungen erfüllt und alle Prüfungsteile zumindest mit der Note Ausreichend bewertet wurden. Darüber hinaus muss der Bewerber nach bestandener Prüfung ein 100stündiges Praktikum nachweisen, das in einer anerkannten Surfschule oder in einem anerkannten Verein absolviert wurde.
Berechtigung: Der/Die Inhaber/in ist berechtigt, eine Surfschule selbstständig zu leiten und VDS/DSV-Surfgrundscheine zu erteilen.
Gültigkeit:
Die erteilten Lizenzen erhalten eine Gültigkeit von fünf Jahren. Zur Verlängerung
der Lizenzen nach Ablauf dieser Frist für weitere fünf Jahre ist die Teilnahme an
einer vom VDS oder DSV angebotenen Fortbildungsveranstaltung vorgeschrieben.
Ausbildungs- und Prüfungsinhalte:
Lizenzstufe 1:
Ausbildungsinhalte:
- Praktische Fahrfertigkeiten
a) Demonstrationsfähigkeit der Einsteigertechniken mit Schlagworten
b) Gehobenes Fertigkeitsniveau
- Vermittlung und praktische Anwendung pädagogischer Grundlagen für theoretischen und praktischen Surfunterricht
a) Vorbereitung, Planung und Organisation von Surfunterricht
b) Durchführung von Surfunterricht
c) Analyse und Reflexion von Surfunterricht
- Vermittlung sportspezifischer Theoriekenntnisse
a) Physikalische Grundlagen
b) Wetterkunde
c) Materialkunde
d) Kindersurfen
e) Sicherheit in der Ausbildung
f) Natur- und Umweltschutz
Prüfungsinhalte:
- Fahrpraxis
a) Schulungsmäßige Deonstration der Einsteigertechniken mit Schlagworten (Segelaufholen, Start, 180°-Drehung, Riggsteuerung, Wenden, Halsen, Notstopp)
b) Gehobenes Fertigkeitsniveau bei 3-5 Bft. (7-21 kn)
· Sicherheitsfahrtechniken: Rückwärts Surfen, in Lee Surfen, Schothorn-Voraus-Fahren
· Eine Auswahl von vier Manövern aus einer Manöverliste (Anhang), z.B. Helikopter, Helikopter-Wende, Tauchwende, Kante, Pirouette, Backwind-Jibe, ...
- Methodik
Kurzlehrversuche aus dem praktischen und/oder theoretischen Teil der Ausbildungsinhalte.
- Theorie
Schriftliche Prüfung aus dem Bereich des theoretischen Teils der Ausbildungsinhalte.
Lizenzstufe 2:
Ausbildungsinhalte:
- Praktische Fahrfertigkeiten
a) Verbesserung des eigenen Fertigkeitsniveaus auf einem Allroundbrett mit
Schwert
b) Verbesserung des eigenen Fertigkeitsniveaus auf einem Freerideboard
c) Demonstrationsfähigkeit des Wasserstarts mit Schlagworten
d) Demonstrationsfähigkeit der Halse in Gleitfahrt
- Vermittlung und praktische Anwendung weiterführender pädagogischer Inhalte
- Vermittlung weiterführender Theoriekenntnisse
a) Betriebsführung
b) Verbandsrecht
c) Medieneinsatz im Unterricht (z.B. Videoschulung)
d) Kindersurfen
e) Materialkunde
f) Methodische Aspekte im Fortgeschrittenen-Unterricht
Prüfungsinhalte:
- Fahrpraxis
a) Schulungsgemäße Demonstration des Wasserstarts mit Schlagworten
b) Schulungsgemäße Demonstration der Halse im Gleiten mit Schlagworten
c) Sicheres Beherrschen eines Freerideboards bei 5-7 Bft (16-21 kn)
d) Eine Auswahl aus drei Manövern aus einer Manöverliste (Anhang), z.B. Gleithalse, Gleitwende, Helikopterwende, Helikopter, Backwind-Jibe, Duck-Jibe...
- Methodik
Eine Lehrprobe zu einem Theorie- oder Praxisthema
- Theorie
Schriftliche Prüfung aus dem Bereich des theoretischen Teils der Ausbildungsinhalte.
Kosten:
Lehrgangsgebühren incl. Lehrmaterial Stufe 1 € 250,--
Stufe 2 € 290,--
Kombi-Lehrgang Stufe 1 und 2 € 450,--
Prüfungsgebühren je Stufe € 70,--
Kombi-Prüfung Stufen 1 und 2 (2 Wochen in Folge
aufeinander) € 100,--
Nachprüfung € 30,--
zzgl. Kosten für An- und Abfahrt, Unterkunft und Verpflegung.
VERBAND DEUTSCHER SPORTBOOTSCHULEN
September 2006